
Hühneraugen
Viele Menschen leiden unter ihnen, aber nur die wenigsten möchten darüber reden. Sie sind extrem schmerzhaft, und es ist nicht einfach, sie dauerhaft zu behandeln. Die Rede ist von Hühneraugen.
Hühneraugen sind Hornschwielen mit einem zentralen, tief nach innen liegenden Sporn. Sie entstehen durch permanenten Druck auf die Haut, welche nah am Knochen liegt. Hauptsächlich erscheinen sie unter der Fußsohle und an den Zehen. Gründe für das Auftauchen eines Hühnerauges sind zum einen zu enge Schuhe, aber auch durch Reibung kann solch eine Schwiele entstehen. Dabei sind hauptsächlich die Zehenzwischenräume betroffen. Vermehrt treten Hühneraugen bei Patienten mit Diabetes mellitus und Neuropathien auf. Ebenso häufig findet man sie bei Menschen mit Durchblutungsstörungen und Arterienverkalkung. Hühneraugen können so schmerzhaft sein, das es dem Patienten nicht mehr möglich ist, zu laufen oder mit dem Fuß aufzutreten.
Um ein Hühnerauge zu behandeln, gibt es einige wirksame Hausmittel, wie z.B. einen Verband mit einer Mischung aus Zwiebel und Salz oder die Einreibung mit Zitronensaft. Auch das Betupfen des Hühnerauges mit Schwedenkräutern ist sehr wirkungsvoll. Allerdings ist diese Behandlung sehr langwierig und bis zum ersten Erfolg vergehen meistens mehrere Wochen!
Wichtig ist, dass das Hühnerauge druckentlastet wird. Eine Mullkompresse zwischen die Zehen gelegt, leistet da gute Wirkung. Ebenso sollte das Hühnerauge und das umliegende Gewebe weich gehalten werden. Das heißt, ein tägliches Fußbad mit Seifenlauge pflegt die Füße und weicht die verhornten Stellen auf. Anschließend können Sie das Hühnerauge mit einem Bimsstein bearbeiten. Danach gut abtrocken und die Füße mit einer pflegenden Creme oder Lotion eincremen.
Apotheken, Drogerien oder Reformhäuser bieten auch chemische Mittel zur Entfernung eines Hühnerauges an. Diese Pflaster oder Tinkturen bestehen aus Salizylsäure und weichen ebenfalls das Gewebe auf. Bei der Anwendung ist jedoch Vorsicht geboten, da Salizylsäure sehr aggressiv ist und nicht in Berührung mit dem umliegenden, gesunden Gewebe kommen sollte.
Sie sollten niemals versuchen, ein Hühnerauge selbstständig mit einem Skalpell oder einem ähnlich scharfen Gegenstand entfernen zu wollen. Hierbei ist die Verletzungsgefahr ausgesprochen groß und auch Spätfolgen wie Entzündungen könnten auftreten. Bei Diabetikern kann es durch solch eine Selbstbehandlung sogar zur Amputation des Fußes kommen Die mechanische Entfernung eines Hühnerauges sollte immer in die Hände von Fachleuten gelegt werden. Nehmen Sie hier die Hilfe einer professionellen medizinischen Fußpflege in Anspruch. Ausgebildete Fachkräfte finden Sie im süddeutschen Raum in München, Ottobrunn, Perlach, Trudering, Grünwald oder Unterhaching. Fündig werden Sie aber auch in Oberhaching, Neubiberg oder Hohenbrunn.
Sollten die Hühneraugen nach diesen Behandlungen nicht abheilen, Ihre Schmerzen stärker werden, oder Sie ein vermehrtes Auftreten von Hühneraugen bemerken, sollten Sie auf jeden Fall einen Arzt konsultieren. Möglicherweise müssen diese Hühneraugen dann auf chirurgischem Weg entfernt werden.